Buch mit Kerze

Geschichte des Todes

Heute möchte ich Euch eines meiner Lieblingsbücher vorstellen:

Geschichte des Todes von Philippe Ariès
ISBN 3-423-04407-1
Kostet ca. 20 Euro.

Zum Buch:

„In zwanzigjähriger Forschungsarbeit hat Ariès eine Fülle archiologischer, literarischer und liturgischer Quellen gesichtet, Sterberiten und Bestattungsbräuche untersucht, die Geschichte der großen städtischen Friedhöfe studiert und zahlreiche Testamente durchforscht.
Entstanden ist, wie der französische Originaltitel „L’homme devant la mort“ besagt, eine Geschichte der Einstellungen des Menschen zum Tod und zum Sterben.
Fast zwei Jahrtausende lang – „von Homer bis Tolstoi“ – ist im Abendland die Grundeinstellung der Menschen zum Tod nahezu unverändert geblieben. Der Tod war ein vertrauter Begleiter, ein Bestandteil des Lebens, er wurde akzeptiert und häufig als eine letzte Lebensphase der Erfüllung empfunden. Seit dem 19. Jahruhundert hat sich ein entscheidender Wandel vollzogen. Der Tod ist für den heutigen Menschen angsteinflößend und unfaßbar, und er ist außerdem in der modernen, leistungsorientierten Gesellschaft nicht eingeplant. Der Mensch stirbt nicht mehr umgeben von Familie und Freunden, sondern einsam und der Öffentlichkeit entzogen, um den „eigenen Tod“ betrogen.“

Zum Autor:

Phillipe Ariès (1914 – 1986) gehört zur französischen Historikerschule der „Annales“, die Methoden der Soziologie und der Geschichte zu verbinden trachtet und sich um die Erforschung der „civilisations“ und der „mentalitès“ bemüht.