Römischer Gewürzwein (Conditum Paradoxum)


Im Kochbuch des Apicius wird eine besonders feine Variante des römischen Würzweines erwähnt, welche eher dem heutigen Martini gleicht als einem Wein.

Wer es ausprobieren mag, findet hier eine, der Neuzeit angepasste Variante, des Conditum Paradoxum. Die Originalfassung wäre für den heutigen Gaumen zu scharf und zu süß und somit ungenießbar.

Du benötigst:

200 g Honig
750 ml Weißwein
30 schwarze Pfefferkörner (leicht zerstoßen)
15 Lorbeerblätter
3 g Mastix (findest Du hier: http://nebelduft.de/k-z/173-mastix.html)

2 – 5 Datteln (je nach Geschmack)
Eine Prise Safran


So geht’s:


Entkerne die Datteln, schneide sie in kleine Stückchen und weiche diese über Nacht in ca. 200 ml Weißwein ein.

Die ausgelösten Kerne röstest Du nun in einer Pfanne an – verwende dazu keinerlei Fett.

Am nächsten Tag:

  1. Gebe den Honig, die gerösteten Dattelkerne, das eingelegte Dattelfleisch (mitsamt dem Wein) in einen Kochtopf und verdünne diese Mischung mit zuerst mit ca. 200 ml Weißwein.
  2. Erhitze diese Mixtur langsam unter ständigem Rühren. Sobald die Mischung zu kochen anfängt (soll blubbern), gießt Du zum Erkalten weiteren Wein dazu, einfach einen kleinen Schütter und gibst den Mastix, die Pfefferkörner, Safran und Lorbeerblätter dazu.
  3. Nochmal aufkochen und wieder verdünnen (insgesamt dreimal aufkochen lassen). Immer wenn es blubbert, solltest Du den Schaum abschöpfen.
  4. Dann stellst Du die Mischung zu Seite und lässt sie einen bis zwei Tage lang ziehen.
  5. Nach der Ziehzeit filterst Du den Wein durch ein passendes Sieb und verdünnst diese Mischung mit dem noch übrig gebliebenen ungewürzten Weißwein.
  6. Stelle den Gewürzwein kühl. Die Trinktemperatur sollte 8 – 11 °C betragen. Ist Dir der Gewürzwein am Ende zu süß, kannst Du diesen mit normalem Weißwein noch verdünnen.

 

Dieser Gewürzwein ist, bei kühler Lagerung, mehrere Monate haltbar.