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Geschichte des Todes

Heute möchte ich Euch eines meiner Lieblingsbücher vorstellen:

Geschichte des Todes von Philippe Ariès
ISBN 3-423-04407-1
Kostet ca. 20 Euro.

Zum Buch:

“In zwanzigjähriger Forschungsarbeit hat Ariès eine Fülle archiologischer, literarischer und liturgischer Quellen gesichtet, Sterberiten und Bestattungsbräuche untersucht, die Geschichte der großen städtischen Friedhöfe studiert und zahlreiche Testamente durchforscht.
Entstanden ist, wie der französische Originaltitel “L’homme devant la mort” besagt, eine Geschichte der Einstellungen des Menschen zum Tod und zum Sterben.
Fast zwei Jahrtausende lang – “von Homer bis Tolstoi” – ist im Abendland die Grundeinstellung der Menschen zum Tod nahezu unverändert geblieben. Der Tod war ein vertrauter Begleiter, ein Bestandteil des Lebens, er wurde akzeptiert und häufig als eine letzte Lebensphase der Erfüllung empfunden. Seit dem 19. Jahruhundert hat sich ein entscheidender Wandel vollzogen. Der Tod ist für den heutigen Menschen angsteinflößend und unfaßbar, und er ist außerdem in der modernen, leistungsorientierten Gesellschaft nicht eingeplant. Der Mensch stirbt nicht mehr umgeben von Familie und Freunden, sondern einsam und der Öffentlichkeit entzogen, um den “eigenen Tod” betrogen.”

Zum Autor:

Phillipe Ariès (1914 – 1986) gehört zur französischen Historikerschule der “Annales”, die Methoden der Soziologie und der Geschichte zu verbinden trachtet und sich um die Erforschung der “civilisations” und der “mentalitès” bemüht.

Geschrieben von Nebelduft am 15. Dezember 2010 | Abgelegt unter Buchvorstellungen | Kommentare deaktiviert

Traum im Polarnebel (Juri Rytchëu)

Ich möchte Euch heute ein wunderschönes Buch ans Herz legen, das durch seine Wärme unsere kalten Herbsttage vergessen lässt:


An der Nordostküste Sibiriens liegt die Tschuktschensiedlung Enmyn. Dreißig Tage Fußmarsch, durch die bittere Polarkälte der Tundra, trennen den Kanadier John Mac Lennan von der rettenden Krankenstation. John wurde durch einen Unfall, ausgelöst bei dem Versuch das Schiff, auf dem er mitfuhr, vom Eis freizusprengen, schwer an beiden Händen verwundet. Sein Leben hängt am seidenen Faden, auf dem Schiff kann er nicht gerettet werden und so vertraut der Kapitän das Leben seines Schützlings den Tschuktschen an, mit dem Versprechen an der Küste auf die Wiederkehr von John zu warten. Die Einheimischen erklären sich bereit, den fremden Weißen auf ihrem Hundeschlitten zur rettenden Krankenstation zu bringen. Nach ein paar Tagen leidet John jedoch an schwerem Fieber, der Wundbrand ist bei ihm ausgebrochen.
Der Weg zum Arzt ist zu weit und seine freundlichen Helfer sehen als einzige Möglichkeit sein Leben zu retten, den Fremden zur Schamanin Kelena zu bringen. Dort angelangt amputiert diese ihm fast alle Finger …

Als John und seine Helfer wieder zum Dorf zurückkehren, ist das kanadische Schiff längst in See gestochen. John wurde von seinen “Freunden” im Stich gelassen.

Enttäuscht und der Verzweiflung nahe, wird er von den Tschuktschen aufgenommen und umsorgt. Nach und nach fasst er Vertrauen zu den “Wilden”, lernt ihre Wärme und Lebensweise zu schätzen und wird langsam einer von ihnen. Als sein Freund Toko bei einem Jagdunfall stirbt, sorgt er sich nach altem Brauch um dessen Ehefrau und Kind. Seine Liebe zu den Tschuktschen, die ihn ihrerseits langsam als “echten Menschen” sehen, wird trotz Hungerwinter und eisiger Polarkälte immer größer. So beschließt er eines Tages für immer bei seinen neuen Landsleuten zu bleiben …

Leseprobe:

»Selbst der Hund braucht Zeit, bis er lernt, mit den Wölfen zu heulen, Son aber ist ein Mensch. Er kommt aus einer Welt, in der man nicht gern teilt, sondern dem anderen lieber noch das Letzte wegnimmt. Kannst du da erwarten, daß er unsere Gewohnheiten sofort übernimmt? Du sagst, seine Gegenwart bei unseren Bräuchen gefalle dir nicht. Hast du aber auch bedacht, wie schwer es ihm fallen muss, sein ganzes Leben umzustellen und auf das zu verzichten, was ihm teuer ist?«

Geschrieben von Nebelduft am 9. September 2010 | Abgelegt unter Buchvorstellungen | Kommentare deaktiviert

Zauberhafte Scheibenweltromane

Ja, ich oute mich, ich bin seit einigen Jahren Fan der magischen Scheibenweltromane von Terry Pratchett.

Seine Bücher sind nicht nur super spannend, sondern auch zum Schreien komisch.
Wer seine Literatur noch nicht kennt, dem sei sein Buch “MacBest” ans Herz gelegt.

Hier die Produktbeschreibung von Amazon:

Etwas ist faul im Königreich Lancre: Monarch Verence stirbt unter mysteriösen Umständen durch den Stich eines Dolchs. Daß dieser Dolch zufällig Herzog Felmet gehört, interessiert zunächst niemanden. Felmet besteigt den Thron, und mit ihm seine unausstehliche Herzogin. Nur Oma Wetterwachs und ihre hexenden Freundinnen Magrat Knoblauch und Nanny Ogg kennen Shakespeares Macbeth und durchschauen den Coup. Sie wollen den wahren Erben krönen lassen. Allerdings ist dieser erst zwei Jahre alt und wurde von fahrenden Schauspielern aufgelesen. Was liegt da näher, als das Kind zurückzustehlen und mit ihm fünfzehn Jahre in die Zukunft zu reisen, damit es alt genug für den Thron ist? Doch der Plan ist gewagt, und die Hexen haben ihren Zauber nicht so gut im Griff, wie sie dachten …

Seine Bücher findest Du bei Amazon.de

Ich wünsche Dir viel Freude beim Lesen!

Geschrieben von admin am 19. Mai 2010 | Abgelegt unter Buchvorstellungen | Keine Kommentare